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210 t Stahlbleche für Passerelle beim Bahnhof Givisiez

Eine Passerelle, die eine Gemeinde verbindet

Passerelle Givisiez Stahlbleche
Für den Bau der Passerelle beim neuen Bahnhof Givisiez haben Debrunner Acifer und die Sottas SA zusammengespannt. Beim Grossprojekt wurden rund 450 t Stahl verarbeitet.

Zum Neubau des Bahnhofs in Givisiez im Kanton Freiburg gehört auch eine Fussgängerbrücke für den Langsamverkehr. Die Sottas SA und Debrunner Acifer haben für das Projekt zusammengespannt. Entstanden ist ein imposantes Bauwerk, das auch ein Bindeglied für eine geteilte Gemeinde ist. Debrunner Acifer hat für das Projekt 210 t Stahlbleche in unterschiedlichen Formaten und Dicken geliefert.

Es ist ein Grossprojekt mit Strahlkraft und Symbolik: der Bau der Fussgängerbrücke beim neuen Bahnhof Givisiez im Kanton Freiburg. Die Passerelle macht den Bahnhof für den Langsamverkehr zugänglich. Sie kann vom Mittelperron aus über eine Treppe und einen Lift erreicht werden, verfügt über getrennte Bereiche für Fussgänger und Velofahrer und verläuft im südlichen Ende spiralförmig.

Neben ihrer praktischen Funktion hat die Passerelle auch Symbolcharakter: Sie verbindet die Wohngebiete auf beiden Seiten der Gleise und beendet damit die Teilung der Gemeinde. Ausserdem bildet sie eine Verbindung zwischen Freiburg und Neuenburg sowie zwischen Freiburg und Yverdon-les-Bains.

Arbeiten dauern rund ein Jahr

Die Schweizerischen Bundesbahnen SBB haben die Sottas SA aus Bulle FR mit dem Bau der Stahlkonstruktion der Fussgängerbrücke beauftragt. Das Westschweizer Traditionsunternehmen arbeitete mit Debrunner Acifer zusammen. Während eines Jahres, von Ende 2018 bis Dezember 2019, standen die Sottas SA und Debrunner Acifer für das Projekt im Einsatz.

Für beide Unternehmen war es ein besonderes Vorhaben: «Ein Projekt im Kanton Freiburg hat für uns immer auch eine symbolische Bedeutung. Dies gilt umso mehr, wenn unser Kunde ein so wichtiges Unternehmen auf nationaler Ebene ist», sagt Emily Papaux, Leiterin der Einkaufsabteilung der Sottas SA. Für Debrunner Acifer war das Vorhaben vor allem deshalb speziell, weil die neue Fussgängerbrücke direkt neben der Lagerhalle des Unternehmens entstanden ist.

Eine 18-teilige Konstruktion aus 450 t Stahl

Neben der Symbolik sind auch die Dimensionen der Passerelle eindrücklich: rund 190 m lang und 6,35 m breit.

Passerelle Givisiez Stahlbleche
Eine aufwendige Installation: Der 67 t schwere Mittelspann musste mit einem Kran über den Gleisen eingebaut werden.

Insgesamt 450 t Stahl wurden für die 18-teilige Konstruktion benötigt. Debrunner Acifer hat rund 210 t davon geliefert, darunter Bleche unterschiedlicher Formate von 9 bis 18 m Länge und 4 bis 40 mm Dicke. Sämtliche Teile wurden in der Werkstatt gefertigt und direkt vor Ort montiert.

Hohes Arbeitstempo und enger Terminplan

Darüber hinaus hat Debrunner Acifer einige Nachttransporte sowie einen Kran organisiert. Letzterer wurde für die Installation des über 67 t schweren Mittelspanns über die Gleise benötigt. Da die Gleise nur für eine bestimmte Zeitspanne gesperrt werden konnten, waren eine sorgfältige Planung und präzises Arbeiten besonders wichtig.

Eine weitere Herausforderung – sowohl für die Sottas SA wie auch für Debrunner Acifer – waren der enge Terminplan und das dadurch hohe Arbeitstempo. «Besonders beim Schweissen der Metallkästen galt ein straffer Zeitplan. Darum waren wir froh, mit Debrunner Acifer einen zuverlässigen Partner an unserer Seite zu haben», sagt Michel Delley, Projektleiter Sottas SA.

Passerelle Givisiez Stahlbleche
Die 190 m lange Passerelle beim Bahnhof in Givisiez verbindet die Wohngebiete auf beiden Seiten der Gleise miteinander. (Anmerkung der Redaktion: Die Umgebung der Passerelle entspricht auf der Visualisierung nicht vollumfänglich der Realität). © RDR architectes SA und © GLG für die visuelle Gestaltung

Bereits weitere Vorzeigeobjekte mit Debrunner Acifer realisiert

Es war nicht das erste Mal, dass die Sottas SA und Debrunner Acifer bei einem Grossprojekt zusammengearbeitet haben. Die beiden Unternehmen haben bereits eine Reihe von Projekten gemeinsam durchgeführt. Zu den Vorzeigeobjekten gehören die St.-Leonard-Eisbahn in Freiburg sowie das Tuilière-Stadion in Lausanne.

Der neue Bahnhof von Givisiez wurde im Dezember 2019 eingeweiht, nach rund zweijährigen Arbeiten. Erstellt wurden ein neues 170 m langes und 6,6 m breites Mittelperron sowie zwei Gleise, was die Kapazität des Bahnhofs deutlich erhöht: Seit dem Fahrplanwechsel von Mitte Dezember halten in Givisiez rund dreimal mehr Züge als zuvor. Die SBB und die Freiburgischen Verkehrsbetriebe (TPF) gehen davon aus, dass bis ins Jahr 2030 rund 3000 Reisende täglich den Bahnhof Givisiez nutzen werden.

Debrunner Acifer Lieferauszug

  • 210 t Stahlbleche
  • 9 bis 18 m Länge
  • 4 bis 40 mm Dicke

Passerelle Givisiez Stahlbleche

Passerelle Givisiez: Projekt mit straffem Zeitplan und hohem Arbeitstempo

Interview mit Emily Papaux, Leiterin der Einkaufsabteilung der Sottas SA

Der Bau der Passerelle in Givisiez ist ein Grossprojekt. Welche Bedeutung hat für Sie ein Bau dieser Grössenordnung?

Jedes Projekt ist für uns wichtig, egal wie gross oder klein es ist. Die Passerelle von Givisiez war für uns dennoch etwas Besonderes, da es sich um ein Projekt in der Region handelt. Wir hatten die Möglichkeit, uns durch unser Know-how, unseren Einfallsreichtum und unsere Seriosität gegenüber einem sehr wichtigen Kunden zu profilieren.

Was waren die grössten Herausforderungen?

Der Terminplan war sehr straff. Die pünktliche Lieferung von Material für unser Werk sowie für die Baustelle war darum die grösste Herausforderung. Es ist uns aber stets gelungen, den Plan einzuhalten und die Arbeiten pünktlich auszuführen.

Passerelle Givisiez Stahlbleche
Bei dem Projekt waren eine sorgfältige Planung, präzises Arbeiten und ein hohes Arbeitstempo gefragt.

Warum haben Sie sich entschieden, mit Debrunner Acifer zusammenzuarbeiten?

Debrunner hatte die Möglichkeit, das Material in seinen Räumlichkeiten in Givisiez zu lagern, was uns eine Just-in-time-Belieferung ermöglichte. Ausserdem ist uns wichtig, mit Unternehmen zusammenzuarbeiten, die in der Region oder sicher in der Schweiz ansässig sind.

Wie verlief die Zusammenarbeit mit Debrunner Acifer?

Sehr gut. Unsere beiden Unternehmen arbeiten seit vielen Jahren zusammen und die Kommunikation ist ausgezeichnet. Debrunner Acifer ist einer unserer bevorzugten Partner, dem wir vertrauen.

Was sind die Stärken von Debrunner Acifer?

Debrunner Acifer ist sehr zuverlässig, seriös und gleichzeitig dynamisch. Durch den Marktansatz, den das Unternehmen verfolgt, aber auch durch die logistischen Stärken wie etwa Zwischenlagerung von Waren, bietet die Zusammenarbeit für uns viele Vorteile. Wir möchten darum auch weiterhin mit diesem wichtigen Unternehmen auf dem Freiburger Markt zusammenarbeiten.