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Referenzprojekt

Aglaya: Ein massgeschneidertes Gartenhochhaus

4000 Schnitte Profilstahlrohre und 1900 Schnitte Stabmaterial individuell verarbeitet

Profilstahlrohre Flachstahl Winkelstahl Gartenhochhaus Aglaya

In Rotkreuz ZG entsteht derzeit das Gartenhochhochhaus Aglaya. Der 70 m hohe Turm verfügt über ein ganz besonderes Begrünungskonzept. Debrunner Acifer liefert 4000 Schnitte Profilstahlrohre und 1900 Schnitte Stabmaterial – individuell zugeschnitten und verarbeitet.

Es ist ein Projekt, das es in der Schweiz so bisher noch nicht gibt. Seit Herbst 2016 baut die S+B Baumanagement AG auf dem Areal Suurstoffi in Rotkreuz ZG als Generalplaner das Hochhaus Aglaya. Das Besondere: Aglaya ist ein Gartenhochhaus. Die Terrassen des Turms werden alle intensiv begrünt. Dadurch soll die Natur ins Hochhaus integriert werden, der Aussen- und der Innenraum sollen miteinander verschmelzen und die Natur quasi in den Wohnraum hineinwachsen. Für die Bewohner entsteht so auch im Wohnzimmer das Gefühl, dass sie im Garten sitzen. Dieses Begrünungskonzept mit den vertikalen Gärten ist in der Schweiz bisher einzigartig.

85 Wohnungen und eine Gewerbefläche von 2600 m2

Aglaya liegt im Zentrum der Überbauung Suurstoffi. Das Areal bietet Platz für 1500 Bewohner, 2000 Studenten und 3000 Arbeitsplätze. Angesiedelt sind Grossunternehmen wie Novartis, zahlreiche KMUs und ein Campus der Hochschule Luzern.

Der grüne Wohnturm, der vom Zürcher Architekturbüro Ramser Schmid entworfen wurde, ist ein Doppelhochhaus. Der grössere Turm ist 70 m hoch und verfügt über 21 Stockwerke. Der kleinere misst 55 m und ist 17 Stockwerke hoch. Insgesamt entstehen in den oberen Geschossen 85 Eigentumswohnungen mit 1,5 bis 5,5 Zimmern zwischen von 38.5 m2 bis 214 m2. In den unteren vier Etagen der beiden Türme sind auf rund 2600 m2 Büro- und Gewerbeflächen sowie Konferenzräumlichkeiten und Gastronomie geplant. Das Hochhaus wird in das Energiesystem des Areals Suurstoffi integriert, das dank Erdwärme und Photovoltaikanlagen weitgehend CO2-neutral betrieben wird.

Profilstahlrohre Flachstahl Winkelstahl Gartenhochhaus Aglaya

Stahl für Geländer erfüllt Brandschutznorm EI30

Ein besonders aufwendiger Teil des Projekt Aglaya ist die Gestaltung der Terrassen und ihrer Geländer. Da jedes Geschoss zwischen dem 5. und dem 21. unterschiedlich begrünt ist, verfügen die Terrassen alle über unterschiedliche Betoneinbauten für die Pflanzen. Dies hat wiederum Folgen für die Gestaltung der Geländer.

Debrunner Acifer hat die Profilstahlrohre sowie das Stabmaterial für die Handläufe und den Unterbau der Terrassengeländer an die Firma Surber Metallbau AG geliefert. Die Geländer erfüllen die Brandschutznorm EI30. Weil jede Terrasse aufgrund der Einbauten über unterschiedliche Geländerlängen verfügt, waren für jedes Stockwerk individuelle Lösungen und Massanfertigungen gefragt. So waren beispielsweise für jeden Geländerabschnitt unterschiedliche Aussparungen für die Glasleisten oder die Entwässerung nötig.

13'000 individuelle Löcher und Fräsungen

Insgesamt hat Debrunner Acifer für Aglaya rund 4000 Schnitte Forster Profilstahlrohre und 1900 Schnitte Stabmaterial geliefert sowie 13'000 Löcher und Fräsungen vorgenommen. Gearbeitet und geliefert wurde jeweils in Etappen – im Schnitt alle zwei Wochen. Debrunner Acifer hat Anfang 2018 mit der Produktion begonnen, nachdem die Surber Metallbau AG im Kalkulationsprogramm Logical ihren Bedarf an Stahlteilen mit den entsprechenden Schnitten und Aussparungen durchgerechnet hatte. Die letzte Lieferung erfolgte am 8. April 2019. Das Hochhaus Aglaya wird ab November 2019 bezugsbereit sein.

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Debrunner Acifer Lieferauszug

  • Forster Profilstahlrohre: ca. 4000 Schnitte
  • CNS-Glasleisten 4000 m
  • 3600 m Profile, inkl. 2000 Stäbe mit CNC-Bearbeitungen
  • Zubehör (Gummi, Klemmknöpfe usw.)
  • Stabmaterial: 1900 Schnitte
  • 500 Stück Flachstahl à 344 mm, 811 kg
  • 300 Stück Flachstahl à 100 mm, 189 kg
  • 1100 Stück Winkelstahl à 3500 mm, 26'373 kg

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Thomas Baumann, Projektleiter bei der Surber Metallbau AG

248 verschiedene Geländer

Was waren die grössten Herausforderungen bei diesem Projekt?

Dass von allen 248 Geländern keines gleich war wie das andere – eines war 2,5 m lang, ein anderes 19 m. Aus diesem Grund mussten wir alle Geländer vor Ort ausmessen und dann geschossweise produzieren und montieren. Das war terminlich nicht ganz einfach zu bewerkstelligen. Zudem mussten die Geländer die Brandschutznorm EI30 erfüllen, was uns in der Konstruktion stark eingeschränkt hat.

Wie sind Sie diese angegangen?

Für den Brandschutz war eine Einzelzulassung nötig, die wir von den Behörden prüfen lassen mussten. Erst als wir diese hatten, konnten wir mit der Produktion beginnen. Wir haben ausserdem keine Gesamtplanung gemacht, sondern eine schrittweise und laufende, da wir ja jedes Geschoss messen, produzieren und montieren mussten.

Warum haben Sie sich für die Zusammenarbeit mit Debrunner Acifer entschieden?

Mehrere Punkte haben gepasst. Einerseits sicher der finanzielle Aspekt. Auf der anderen Seite bietet Debrunner Acifer die Dienstleistung des fixfertigen und individuellen Zuschneidens. Das war für diesen Auftrag zentral.

Wie verlief die Zusammenarbeit mit Debrunner Acifer?

Die Zusammenarbeit hat gut funktioniert, wir waren mit den Leistungen sehr zufrieden. Wir mussten im Vorfeld der Bestellung die Profilreservationen machen, damit die Menge organisiert werden konnte. Es waren schliesslich ein paar Kilometer Profilstahlrohre. Anschliessend konnten wir alles massgeschnitten bestellen. Für Debunner Acifer war es sicher auch nicht der einfachste Auftrag, weil wir geschossweise bestellt haben. Trotzdem hat alles sehr gut funktioniert.

Wo sehen Sie die Stärken von Debrunner Acifer?

Die Möglichkeit des Fixmasszuschnitts ist sicher eine Stärke von Debrunner Acifer. Das Unternehmen verfügt zudem über die nötigen Systeme und Kapazitäten für einen solchen Auftrag.