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Referenzprojekt

Über ein 3D-Modell zum Forschungszentrum

sitem-insel Haustechnik Profilstahlrohre
Durch das Forschungszentrum «sitem-insel» sollen Forschung und Medizin näher zusammenrücken.

«sitem-insel» ist eines der ersten Projekte im Schweizer Forschungsbau, das mittels Building Information Modeling (BIM) umgesetzt wurde. Das Forschungszentrum soll Medizin und Wirtschaft noch näher zusammenführen – zum Wohle der Patienten.

Es war Alt Bundesrat Johann Schneider-Ammann, der mit der Grundsteinlegung im Juli 2017 den Startschuss für den Bau des Kompetenzzentrums für translationale Medizin «sitem-insel» gegeben hatte. So ist in den vergangenen zwei Jahren auf dem Areal des Berner Inselspitals ein Forschungszentrum von nationaler Bedeutung entstanden. Das Ziel des «Übersetzungs»-Projekts der sitem-insel AG ist, dass Medizin und Wirtschaft näher zusammenrücken und Patienten rascher von medizinischen Innovationen profitieren.

Labor-, Werkstatt- und Untersuchungsräume auf 4000 m2

Die HRS Real Estate AG war als Totalunternehmer für die Gesamtprojektleitung, Kosten-, Termin- und Qualitätsgarantie des Forschungszentrums verantwortlich. Das 100 m lange, 45 m breite und 35 m hohe Gebäude besteht aus zwei Untergeschossen, einem Erdgeschoss und vier Etagen.

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Rohre und weitere Gebäudetechnik-Elemente wurden digital erfasst und im dreidimensionalen Gebäudemodell integriert. Bildquelle: Probst + Wieland AG

Der Neubau bietet unter anderem Platz für zahlreiche Labor-, Werkstatt- und Untersuchungsräume, die sich auf einer Fläche von über 4000 m2 ausdehnen. Diese Räume stehen verschiedenen Institutionen aus der Diabetesforschung, Kardiologie, Dentalmedizin und weiteren Fachbereichen der medizinischen Forschung zur Verfügung. Hinzu kommen 5000 m2, die als Büroflächen genutzt werden. Ausserdem beherbergt das Zentrum ein Restaurant und eine Einstellhalle für 87 Autos.

Virtuell geplant und getestet

Der Neubau «sitem-insel» wurde mit BIM-Technologie geplant und umgesetzt (siehe Infobox). So wurden sämtliche Gewerke aus dem Bereich Gebäudetechnik digital erfasst und modelliert: von der Heizung, Lüftung, Klimatechnik und gewerblichen Kälte über Sanitärinstallationen und Gebäudeautomation bis hin zum Brandschutz und zur Sicherheit.

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Bildquelle: Probst + Wieland AG

Die Jobst Willers Engineering AG hat das Gebäudemodell erstellt sowie die Gewerke zusammengeführt und betreut. Einige der am Projekt beteiligten Unternehmen haben deshalb die Unterstützung von spezialisierten Planungsbüros beigezogen. So wurde das Gebäude virtuell geplant, mit Simulatoren getestet, fortlaufend optimiert und schliesslich realisiert.

Vom Kanalisationsrohr bis zur Entnahmestelle

Die HJ. Aeschbacher AG aus Mühleberg (BE) hat das vom Planungsbüro Probst + Wieland AG geplante BIM-Projekt umgesetzt. Der Spezialist für Haustechnik, Sanitärinstallationen und Wasserversorgung hat alle Grundleitungen und Kanalisationsrohre installiert. Da die Rohre im Grundwasser liegen und deshalb absolute Dichte voraussetzen, mussten sie geschweisst werden.

Weiter hat der Haustechnikspezialist Kanalisationsanschlüsse und Bodenabläufe montiert, die nun das Industrieabwasser, Schmutz- und Regenwasser in die Kanalisation führen. Zudem hat das Unternehmen die Wasserrohre installiert.

Building Information Modeling BIM

Früher hatten Architekten und Haustechniker mit einem 2D-Plan und Papier gearbeitet. Mit BIM ist es heute jedoch möglich, bestimmte Daten eines Bauwerks zu digitalisieren und in Form eines dreidimensionalen Gebäudemodells darzustellen. Dadurch können Fachplaner aller Gewerke und Leistungsphasen sowie alle Projektbeteiligten gemeinsam an einem digitalen Gebäudemodell arbeiten.

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Im Forschungszentrum wurden verschiedene Rohre und Leitungen aus dem breiten Haustechnik-Sortiment von Debrunner Acifer verbaut.

300 Türen und 30 Röntgenschutzfenster

Auch die Anytech Metallbau AG aus Huttwil (BE) war in den Neubau des «sitem-insel» involviert. Von September 2018 bis Februar 2019 hat das Unternehmen in seinem Werk etappenweise Profilstahlrohre, Hohlprofile und Bleche zugeschnitten und für die Fertigung von Fenstern und Türen vorbereitet – darunter auch die Brandschutztüren Janisol 2 EI30 und Economy 60 E30. Insgesamt hat das Metallbauunternehmen rund 300 Türen und etwa 30 Röntgenschutzfenster auf die Baustelle geliefert und im Forschungszentrum montiert. Die Anytech Metallbau AG hat im Rahmen dieses Projekts rund 13 t Profilstahlrohre von Jansen verarbeitet.

Metallbau, Haustechnik und Wasserversorgung

Für das Bauprojekt der sitem-insel AG hat Debrunner Acifer verschiedene Unternehmen mit einem breiten Produkteportfolio aus der Gebäudetechnik und dem Metallbau beliefern dürfen – darunter verschiedene Produkte aus Stahl und Metall sowie Artikel aus den Bereichen Haustechnik und Wasserversorgung. Debrunner Acifer freut sich, mit seinen Lieferungen einen Beitrag zu diesem wegweisenden Bauprojekt beigetragen zu haben.

sitem-insel Haustechnik Profilstahlrohre

Debrunner Acifer Lieferauszug:

  • JRG Armaturen
  • JRG Sanipex System
  • 7300 m Profilschiene Geberit GIS Vorwandsystem
  • 4200 m Entsorgungs- und Ablaufrohre Geberit
  • 6800 m Pressrohre Geberit Inox MM
  • Geberit Pluvia Entwässerung (Notüberläufe)
  • Harpo Dachentwässerung
  • Sprinkleranlagen
  • 13 t Jansen Profilstahlrohre (Brandschutztüren Janisol 2 EI30 und Economy 60 E30)
  • Bleche
  • Rohre
  • Hohlprofile
  • Stabstahl

Christian Aeschbacher HJ Aeschbacher AG
«Es war für uns eine neue, herausfordernde und sehr spannende Erfahrung.»

Hebebühne für 5 m hohe Stockwerke

Christian Aeschbacher, Geschäftsinhaber der HJ. Aeschbacher AG

Wie haben Sie die Projektplanung mittels BIM erlebt?

Es war für uns eine neue, herausfordernde und sehr spannende Erfahrung. Mit dem Sanitär-Planungsbüro Probst + Wieland AG hatten wir jedoch einen erfahrenen Partner an unserer Seite. Unsere Aufgabe war es, eine solide Arbeitsvorbereitung zu gewährleisten. Die Zusammenarbeit zwischen unserem Chefmonteur und dem Projektleiter des Planungsbüros hat ausgezeichnet funktioniert, so dass wir effizient arbeiten konnten.

Was waren für Sie die grössten Herausforderungen dieses Projekts?

Die relativ kurze Bauzeit, die Koordination unserer Monteure auf der Baustelle und die 5 m hohen Stockwerke. Die Höhe hat uns dazu gezwungen, die Montagen mit Hilfe von Hebebühnen durchzuführen – das war sehr aufwendig. Bei der Montage der Schächte kam erschwerend hinzu, dass die Leitungsstrassen meistens mehrschichtig verlaufen. Eine weitere Herausforderung war die Logistik der Materiallieferungen. Den Unternehmen stand nur eine Zufahrt zur Verfügung, um die Waren zur Abladestelle zu transportieren.

Zudem mussten die engen Zeitfenster zuverlässig eingehalten werden. Anspruchsvoll war auch die Installation der verschiedenen Wasseraufbereitungssysteme wie Osmose-Wasser oder Legiofree-UV Warmwasserzirkulation.

Weshalb arbeiten Sie mit Debrunner Acifer zusammen?

Das Unternehmen ist bereits seit Jahrzehnten unser Hauptlieferant für die Bereiche Sanitär- und Haustechnik wie auch die Wasserversorgung. Zu den wichtigsten Produkten zählt das Geberit Versorgungs- und Entsorgungs-Angebot, Vorwandsysteme, JRG-Produkte, PE Druckprogramme, Gussrohre, Armaturen und Hydranten. Das Sortiment ist breit und dank der geografischen Nähe der Standorte rasch verfügbar. Zudem können wir jederzeit auf die kompetente Beratung des Innen- und Aussendienstes zählen.

Worin sehen Sie die grössten Stärken des Angebots?

Durch die langjährige Zusammenarbeit kennen wir uns sehr gut. Daraus ist eine vertrauensvolle Partnerschaft entstanden, auf die wir uns jederzeit verlassen können. Tritt an einem Wochenende ein Notfall ein, erhalten wir umgehend Unterstützung und Lösungen für unser Problem. Der Notfalldienst ist sehr gut organisiert. Zudem schätzen wir die Flexibilität des Unternehmens und die termingerechten Lieferungen.

Markus Heiniger Anytech Metallbau AG
«Bauprojekte dieser Dimension und Komplexität sind hoch spannend.»

Etagenweise Planung in sieben Etappen

Markus Heiniger, Projektleiter der Anytech Metallbau AG

Was bedeutet es für Sie, bei einem solchen Projekt mitzuwirken?

Es hat uns sehr gefreut und gleichzeitig stolz gemacht. Bauprojekte dieser Dimension und Komplexität sind immer sehr spannend, da wir viel dazulernen und unsere Erfahrungen ausbauen können. Zudem hat es gezeigt, dass wir die von uns verlangte Leistung und Qualität erbringen können.

Welches waren die grössten Herausforderungen?

Die flexible Planung und die Einhaltung der Termine. Das Gebäude wurde durch den Bauherrn etagenweise geplant und in sieben Etappen von je zwei Wochen aufgeteilt. Innerhalb einer Etappe mussten wir teilweise rasch reagieren und auch kurzfristig Anpassungen in der Planung vornehmen. So kam es vor, dass wir einzelne Türentypen austauschen oder durch solche mit Strahlenschutz ersetzen mussten.

Dadurch hatten wir auf einmal über 250 verschiedene Positionen, die es zu koordinieren galt. Insbesondere die präzise Planung mit den zertifizierten und genau definierten Strahlenschutztüren war eine anspruchsvolle Aufgabe.

Weshalb beschaffen Sie einen Teil der Produkte bei Debrunner Acifer?

Um unsere Projekte in guter Qualität und fristgerecht abzuschliessen, sind wir auf zuverlässige Lieferanten angewiesen – Debrunner Acifer gehört dabei zu unseren wichtigsten Partnern. Ein Vorteil sind die grosse Lagerhaltung und die geografische Nähe des Unternehmens, das durch verschiedene regionale Standorte vertreten ist. Dadurch müssen wir nie lange warten, bis wir unsere Produkte erhalten. Zudem schätzen wir die grosse Kompetenz unserer Ansprechpartner und das einfache Bestellwesen.

Wie würden Sie die Zusammenarbeit beschreiben?

Wir pflegen bereits seit über 20 Jahren eine sehr gute Geschäftsbeziehung. Insbesondere bei Projektgeschäften, für die wir auf grosse Mengen, Werkslieferungen und individuelle Produktionen zurückgreifen müssen, arbeiten wir sehr oft mit Debrunner Acifer zusammen. Dabei konnten wir uns stets auf pünktliche und vollständige Lieferungen verlassen.