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BURAG AG: Mit den eigenen Werkzeugen gegen die asiatische Konkurrenz

Jährlich rund 200 t Stahlrohre als Streckengeschäft

Streckengeschäft BURAG AG Stahlprofile Formstahlrohre Stabstahl Feinbleche

Die BURAG AG aus Eschlikon hat sich auf die Fertigung von Rohrverschraubungen und Rohrumformteilen spezialisiert. Mit eigens entwickelten Werkzeugen setzt der Produktionsbetrieb auf Individualität und fertigt kundenspezifische Teile an – um sich von der in- und ausländischen Konkurrenz abzuheben. Debrunner Acifer beliefert den Betrieb jährlich mit rund 200 t Stahlrohren als Streckengeschäft.

Lautes Maschinengedröhne hallt durch die Produktionshallen. Umformmaschinen profilieren Metallrohre, Walzen bringen Gewinde in die richtige Form, Rohrenden werden mit Druck eingezogen oder aufgeweitet, Sägen schneiden das Material in die gewünschte Länge, Metallteile scheppern beim Aufprall im Sammelbehälter. Bei der BURAG AG in Eschlikon TG herrscht emsiges Treiben, denn hier werden jährlich rund 2'500 t Stahlrohre verarbeitet – rund 1’000 t verzinkt.

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Neben herkömmlichen Normteilen werden insbesondere Fittings und Verschraubungen für Sanitärunternehmen hergestellt. «Von der Kaffeemaschine bis zum Zug: Wir fertigen Stahlrohre für die verschiedensten Endprodukte», sagt Thomas Rutishauser, CEO der BURAG AG. Zu den wichtigsten Kunden gehören jedoch aber insbesondere Unternehmen aus dem Sanitärhandel, der Maschinenindustrie, Landtechnik und Heizungsfabrikation.

Kundenspezifische Fertigung dank Entwicklung individueller Werkzeuge

Das auf die Rohrverarbeitung spezialisierte Unternehmen stellt bereits seit 1977 Rohrverschraubungen und Rohrumformteile für unterschiedliche Bedürfnisse und Kunden her. Rund 50% der Produkte werden exportiert, davon der grösste Teil in die EU. Rutishauser: «Wir sind aber kein gewöhnlicher Produktionsbetrieb. Unsere Kunden stellen sehr hohe Anforderungen an die Präzision, Qualität, Flexibilität und Individualität.»

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So entwickelt das Thurgauer Unternehmen stetig neue Prozesse und stellt selbst neue Werkzeuge her, mit denen sich die kundenspezifischen Rohrumformteile herstellen lassen. «Es kann Jahre dauern, bis wir vom Prototyp über Laborversuche und Feldtests die Marktreife erlangen und in Serie gehen können», so Rutishauser. «Doch genau durch diese Flexibilität, Individualität und unserem Know-how heben wir uns von der Konkurrenz ab – auch gegen die aus Asien.» Denn wachsende Importzahlen aus China und Indien würden den Preisdruck in Europa kontinuierlich verschärfen.

Streckengeschäft als Win-win-Situation

Damit die BURAG AG ihr Tagesgeschäft abwickeln kann, arbeitet sie mit verschiedenen Lieferanten zusammen – dazu gehört auch die Debrunner Acifer AG.

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Das Unternehmen beliefert den Produktionsbetrieb etwa alle zwei Monaten frei ab Werk mit Stahlrohren. «Durch dieses Streckengeschäft ergibt sich für beide Seiten eine Win-win-Situation», sagt Rutishauser. «Debrunner Acifer spart sich die Lagerkosten für unsere Ware und wir haben dafür nur einen Ansprechpartner bei der Beschaffung.»

So gelangen jedes Jahr 200 t Stahl in Form von schwarzen und verzinkten Rohren nach Eschlikon. Die Rohre werden in verschiedenen Durchmessern und Längen von bis zu 6 m geliefert. Daraus fertigt die BURAG AG in erster Linie Rohre für Wasserleitungen. Hinzu kommen Stahlrohre für Konstruktionen, Formstahlrohre, Stabstahl und auch Feinbleche. Als Gegengeschäft bezieht Debrunner Acifer unterschiedliche Rohrnippel, Muffen und Gewinderohre.

Lieferauszug Debrunner Acifer:

  • Stahlrohre für Leitungen
  • Stahlrohre für Konstruktionen
  • Formstahlrohre
  • Stabstahl
  • Feinbleche
  • Befestigungstechnik
  • Werkzeuge und Maschinen
  • Haustechnik

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Know-how als Schlüssel zum Erfolg

Thomas Rutishauser, CEO der BURAG AG

Welches sind die grössten Herausforderungen für Ihr Unternehmen?

Immer auf dem neusten Stand der Technik zu sein. Deshalb ist es uns ein grosses Anliegen, dass sich unsere Mitarbeitenden kontinuierlich weiterbilden und wir dieses Know-how langfristig im Unternehmen halten können. Gleichzeitig investieren wir in die Ausbildung junger Berufsleute und bieten Lehrstellen für Polymechaniker und Konstrukteure an. Eine weitere Herausforderung ist der Preisdruck aus Asien, der sich in den steigenden Importzahlen aus Indien und China nach Europa äussert.

Was ist ihr Erfolgsrezept, um gegen die asiatische Konkurrenz zu bestehen?

Wir entwickeln eigene Werkzeuge und bieten verschiedene Produktionsverfahren, um so die individuellen Wünsche unserer Kunden zu realisieren.

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Dadurch können wir eine Vielfalt an kundenspezifischen Rohrumformungen fertigen – beispielsweise eingezogene oder aufgeweitete Rohre, profiliert oder eingerollt, rund oder vierkant und mit Gewinde oder reduziertem Abschluss. Diese Flexibilität und Individualität ist unsere grosse Stärke. Aber auch unser grosses Lager an Rohren und Fertigteilen ermöglicht es uns, den Standortvorteil noch effizienter zu nutzen und unsere Lieferfristen so kurz wie möglich zu halten.

In welche Richtung entwickelt sich der Markt für Stahlrohre?

Unsere Kunden wünschen sich vermehrt spanlose Rohrumformteile. Der Trend geht in die Richtung, dass die Materialien noch stärker verdichtet und gefestigt sein müssen, damit sie grösseren Belastungen standhalten, stabiler sind oder das Eigengewicht von Anlagen und Fahrzeugen verringern. Deshalb müssen wir immer neue Maschinen entwickeln und die Produkte permanent weiterentwickeln.

Weshalb arbeiten Sie mit der Debrunner Acifer AG zusammen?

Wir beschaffen bereits seit 30 Jahren einen Teil unseres Materialbedarfs bei Debrunner Acifer. Das Unternehmen bietet uns eine breite Palette an verschiedenen Produkten für unseren täglichen Bedarf, die wir meist als Streckengeschäft beziehen. Das grosse Lager und die enorme Produktepalette – beispielsweise auch bei den Werkzeugen – machen Debrunner Acifer zu einem wertvollen Lieferanten. Dank der geografischen Nähe kann uns das Unternehmen zudem kurze Lieferfristen gewährleisten.

Was schätzen Sie an der Zusammenarbeit?

Der Umgang miteinander ist sehr partnerschaftlich und basiert auf gegenseitigem Vertrauen. Wir sprechen die gleiche Sprache und haben dieselben Bedürfnisse. Herausforderungen werden schnell angepackt, so dass wir gute Lösungen entwickeln können. Das erlaubt uns, Prozesse stetig zu verbessern. Bei Streckengeschäften werden die Mengen meist so angepasst, dass die Lastwagen gefüllt und somit die Transportkosten optimiert sind.

Worin sehen Sie die grössten Stärken des Angebots von Debrunner Acifer?

Dass sich das Unternehmen von der eigentlichen Norm abheben kann – indem es beispielsweise Teile anbietet, die zusammengeschweisst sind, spezielle Längen aufweisen oder mit Bohrungen versehen sind. Genau das schätzen wir an Debrunner Acifer als Lieferant. Gemeinsam Lösungen zu finden, die hin und wieder von der Norm abweichen. Auch die riesige Vernetzung mit dem Klöckner-Konzern, von der wir über die Geschäftsbeziehung mit Debrunner Acifer profitieren, hat uns oft zum Ziel geführt. Die Kombination aus Streckenverträgen mit grossen Liefermengen und die Möglichkeit, bei Bedarf auch Kleinmengen von wenigen Kilogramm an nicht lagerhaltigen Produkten liefern zu lassen, bieten uns eine enorme Flexibilität.