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Stahl & Metalle
Stahl- und Metallbau

Neues Depot für die Limmattalbahn in Dietikon

Über 500 t Stahlträger bilden die Konstruktion des 145 m langen Gebäudes

Depot Limmattalbahn Dietikon Stahlträger

2022 wird die Limmattalbahn in Betrieb genommen, um das wachsende Limmattal vom zunehmenden Verkehr entlasten. Notwendig ist auch ein neues Tramdepot, dessen Tragkonstruktion aus Stahl besteht. Die Debrunner Acifer AG hat im eigenen Bohrcenter insgesamt 505 t Stahlträger bearbeitet und diese mittels 30 Lastwagenlieferungen just in time zum Kunden gebracht.

Das Limmattal vor den Toren Zürichs mit den Städten Dietikon und Schlieren ist eine Wachstumsregion. Mit einer neuen Tramlinie über gut 13 km von Zürich Altstetten bis Killwangen soll der zunehmende Verkehr entlastet und auf den ÖV umgelenkt werden. Die Stimmbevölkerung hat das Projekt an der Urne gutgeheissen. Die Linie mit ihren 27 Haltestellen wird vom Bund und den Kantonen Zürich und Aargau finanziert.

Depot Limmattalbahn Dietikon Stahlträger

Automatische Waschanlage und Platz für bis zu 14 Zugkombinationen

Die Limmattalbahn braucht ein neues Depot, in dem die Fahrzeuge gewartet, gereinigt und geparkt werden können. Zur Reinigung wird eine automatische Waschanlage erstellt. Die Wartungsarbeiten erfolgen von einer Grube unterhalb der Fahrzeuge sowie von einem Arbeitspodest auf Höhe des Fahrzeugdachs aus. Im Gebäude befinden sich zudem Werkstätten, Büros und Lagerflächen. Im Depot können bis zu 14 Zugkombinationen geparkt werden, die – etwa über Nacht – nicht im Einsatz sind.

145 m lange Halle mit begrüntem Dach

Das Depot Müsli an der Grenze zwischen Dietikon und Spreitenbach hat eine beeindruckende Länge von 145 m, ist 24 m breit und 11 m hoch. Das Gebäude wird in einer Arbeitsgemeinschaft der H. Wetter AG aus Stetten AG mit der Surber Metallbau AG erstellt.

Depot Limmattalbahn Dietikon Stahlträger

Die Bauarbeiten begannen im Frühling 2020, in Betrieb genommen werden soll das Depot Ende 2022. Es handelt sich um ein transparentes Gebäude mit vielen Fensterflächen und einer dunkelgrauen Metallfassade. Das Dach wird begrünt und darauf eine Fotovoltaikanlage erstellt.

30 Lastwagenlieferungen mit 20 bis 40 t just in time

Tragende Elemente des Baus bilden 505 t Stahlträger, die von Debrunner Acifer geliefert wurden. Speziell waren die Masse: Die Träger sind 180 bis 1000 mm hoch und bis 18 m lang. Da Debrunner Acifer diese Profile nicht an Lager führt, mussten die Längen optimiert werden, damit möglichst wenig Abfall entsteht.

Die Träger wurden im Bohrcenter in Birsfelden zugeschnitten und just in time zu Losen von 20 bis 40 t zur H. Wetter AG transportiert, die sie weiterbearbeitete.

Depot Limmattalbahn Dietikon Stahlträger

«Wir haben die pünktlichen und zuverlässigen Lieferungen sehr geschätzt», sagt Ralf Zschokke von der H. Wetter AG. «Die Logistik war eine Herausforderung, denn das Material wurde in rund 30 Lastwagenlieferungen zu uns gebracht.» Die Auslieferung fand zwischen Oktober 2020 und Mitte Januar 2021 statt.

Eröffnung auf den Fahrplanwechsel 2022

Auch dank dem guten Timing ist das Bauprojekt bestens im Terminplan. Bereits montiert sind die Tragkonstruktion und das Dach. Nun folgt der Innenausbau. Einer planmässigen Eröffnung auf den Fahrplanwechsel 2022 steht somit nichts im Weg. Wenn dereinst die neue umweltfreundliche Bahn durch das Limmattal rollt, wird die Debrunner Acifer AG einen Teil zum Erfolg des Projekts beigetragen haben.

«Unser Stahllager ist die Autobahn A2»

Depot Limmattalbahn Dietikon Stahlträger

Ralf Zschokke, Projektleiter H. Wetter AG

Sind Sie zufrieden mit dem Verlauf der Bauarbeiten am Tramdepot der Limmattalbahn?

Ja, wir kommen gut voran, es läuft alles nach Terminplan. Wir haben es geschätzt, dass Debrunner Acifer diese Stahlträger pünktlich und zuverlässig geliefert hat.

Was ist denn schon gebaut?

Die gesamte Tragkonstruktion des Gebäudes und das Dach sind fertig. Zurzeit werden in der Wartungshalle Arbeitseinrichtungen montiert.

Depot Limmattalbahn Dietikon Stahlträger

Inwiefern haben Sie von den Vorarbeiten von Debrunner Acifer profitieren können?

Wir verfügen über eine eigene Sandstrahl- und Bohranlage. Das heisst, im Gegensatz zu kleineren Unternehmen können wir Stahlträger selber bearbeiten. Was wir aber nicht haben, sind ein Stahllager und ein Sägewerk, das bräuchte zu viel Platz. Unser Stahllager ist die Autobahn A2. Wir bestellen das Material, Debrunner Acifer schneidet zu und liefert just in time. Das funktioniert immer sehr gut, auch bei diesem Projekt.

Was waren die Herausforderungen bei diesem Bau?

Die grossen Träger kommen aus dem Walzwerk. Die Herausforderung dabei ist, dass man diese frühzeitig bestellen kann, denn die Werke haben oft längere Lieferfristen. Das hat aber dank Debrunner Acifer gut geklappt. Eine weitere Herausforderung war die Logistik: Es waren etwa 30 Lastwagen voller Träger, die angeliefert und von uns weiterverarbeitet wurden. Dies zu koordinieren, ist nicht ganz einfach. Aber es hat alles gut funktioniert.

Depot Limmattalbahn Dietikon Stahlträger

Welche Bedeutung hat dieses Projekt für die H. Wetter AG?

Es ist ein grösseres Projekt. Das Tramdepot hat aber keine speziell komplexe Geometrie; es handelt sich um einen eher praktischen Bau.

Weshalb arbeiten Sie mit Debrunner Acifer zusammen?

Das Material wird immer pünktlich und zuverlässig geliefert. Auch sonst ist der Service ausgezeichnet. Wir müssen beispielsweise vor jedem Auftrag unsere Kosten kalkulieren, um ein Angebot abgeben zu können – und dabei spielt das Material eine wichtige Rolle. Wenn wir eine Stückliste an Debrunner Acifer schicken, haben wir innerhalb eines Tages bereits eine Antwort und können so schnell ein Angebot machen. Diese prompte Rückmeldung wird von der zuständigen Abteilung sehr geschätzt. Debrunner Acifer möchte ich hierfür einen grossen Dank aussprechen.

Worin sehen Sie generell die Stärken von Debrunner Acifer?

Sicherlich die Grösse und breite des Sortiments. Und wenn Debrunner Acifer mal ein Produkt nicht im Sortiment führt, bekommen wir immer einen guten Tipp, wo es erhältlich ist.

Welche Erwartungen haben Sie an die Debrunner Acifer AG?

Dass der Standard so hoch bleibt.