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Umfahrung Wattwil: 35 km Rohre verlegt

Kanalrohre, Sickerrohre und Kabelschutzrohre von Debrunner Acifer

Kanalrohre Sickerrohre Kabelschutzrohre
Übersicht (v.r.n.l.): Kreisel Brendi, Einschnitt Brendi, Lehnenbrücke Brendi Nord, Schwergewichtsmauer, Einschnittsicherung, Lehnenbrücke Brendi Süd, Einschnittsicherung mit Berme.

Die ungefähr 3,4 km lange Umfahrungsstrasse Wattwil–Ebnat-Kappel entlastet die Gemeinde Wattwil vom Durchgangsverkehr und erhöht gleichzeitig die Verkehrssicherheit im Dorf. Etwa 124 Millionen Franken investiert der Kanton St. Gallen in das Bauprojekt. Debrunner Acifer hat rund 35 km Material in Form von Kanalrohren, Sickerrohren und Kabelschutzrohren geliefert.

Die Hauptstrasse durch die 8700-Seelen-Gemeinde Wattwil verbindet die bestehenden Umfahrungsstrassen Wattwil Richtung Wil und Ebnat-Kappel Richtung Nesslau. Entsprechend hoch ist das Verkehrsaufkommen in Wattwil SG: 9000 bis 12'000 Fahrzeuge passieren täglich den Dorfkern der Toggenburger Gemeinde. Die Umfahrungsstrasse soll die Anzahl Fahrzeuge um die Hälfte reduzieren. Damit erhöht sich die Sicherheit der Verkehrsteilnehmenden, Fussgänger sowie Kinder und die Lebensqualität im Dorf steigt.

Strassenbau mit 20 «Hindernissen»

Im August 2018 ist der Startschuss für die Hauptarbeiten zum 124-Millionen-Franken-Projekt gefallen.

Kanalrohre Sickerrohre Kabelschutzrohre
Lehnenbrücke Brendi Nord.

Die neue Umfahrungsstrasse schliesst mit dem ebenfalls neuen Kreisel Brendi an das Südportal des Tunnels Wattwil an und führt auf 3,4 km südlich an Wattwil vorbei, um bei Stegrüti in die Umfahrungsstrasse Ebnat-Kappel zu münden.

Die Umfahrungsstrasse Wattwil führt über acht Brücken, überquert sieben Wasserläufe sowie einen Viehdurchlass, unterquert zwei Überführungen und beinhaltet den 313 m langen Tunnel «Lochweidli» sowie die Thurbrücke – mit 365 m die drittlängste Brücke im Kanton St. Gallen.

Kanalrohre, Sickerrohre und Kabelschutzrohre von Debrunner Acifer

Für Aushubarbeiten, Kunstbauten, Hangsicherungen und Leitungsbau wurde die Toneatti AG beauftragt.

Kanalrohre Sickerrohre Kabelschutzrohre
Auf der 3,4 km langen Umfahrungsstrasse Wattwil hat die Toneatti AG 35 km Rohre von Debrunner Acifer – Kanalrohre, Sickerrohre und Kabelschutzrohre – verlegt. Bildquelle: Tiefbauamt Kanton St. Gallen
Kanalrohre Sickerrohre Kabelschutzrohre
Sickerleitung entlang einer Schwergewichtsmauer vor der Brücke Chatzenschwanz Süd, Blickrichtung Ebnat-Kappel.

Bei den Leitungen für Wasser, Abwasser und Strom setzte das Bauunternehmen auf seinen bewährten Partner Debrunner Acifer und bestellte dort rund 35 km Material in Form von Kanalrohren, Sickerrohren und Kabelschutzrohren. Nebst alltäglichen Strassenbauarbeiten hielt dieses Projekt spezielle Herausforderungen für die Bauspezialisten bereit. Mit «Herausforderungen» sind nicht nur die 18 von 20 Hindernissen gemeint, an deren Bau Toneatti beteiligt war. «Das steile Gelände und die Geologie verlangten vielerorts nicht alltägliche Massnahmen», erklärt Hansjürg Fux, Polier bei der Toneatti AG.

Ein Beispiel sind Einschnittsicherungen von bis zu 25 m Höhe. Sie wurden mit vertikalen Betonankerriegeln und etwa 650 Litzenankern 17 m tief in den Felsen hinein verankert. Aussergewöhnlich war auch das in der Schweiz selten angewendete Rüttelstopfverfahren zur Stabilisierung des Bodens. Es kam für den Aufbau der Trasse Scheftenau zum Einsatz: 7 m tief wurde das Gelände mit Geröll verdichtet. Die Vielseitigkeit der Arbeiten, deren Umfang und der straffe Zeitplan forderten nicht nur Maschinen-, sondern auch Manpower. Hansjürg Fux: «Zu Spitzenzeiten waren 60 Mitarbeitende für die Umfahrungsstrasse im Einsatz.»

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Kabelblock neben der Stützmauer beim Kreisel Brendi, Blickrichtung Wattwil.

Die Arbeiten dauern an

Aktuell (Stand November 2020) sind die Bauarbeiten in vollem Gang. Die Toneatti AG ist noch mit verschiedenen Arbeiten über die gesamte Umfahrungsstrasse hinweg beschäftigt. Zu realisieren hat sie die Anschlüsse an die Tunnelportale «Lochweidli» Nord und Süd, die Belagstragschichten an einigen Stellen der Umfahrungsstrasse sowie auf der ganzen Strecke die Deckschichten. Ausstehend ist auch das Auftragen der Gussasphaltschicht auf den beiden Lehnenbrücken. Und beim Kreisel Stegrüti schüttet sie 30'000 m3 Erde auf, da das Gelände zu tief ist für den Anschluss der Umfahrungsstrasse an den Kreisel.

Insgesamt drei Jahre ist die Toneatti AG mit den Bauarbeiten für dieses Projekt beschäftigt. Ende 2021 wird sie sie voraussichtlich abschliessen. Der neue Kreisel Brendi ist bereits in Betrieb und der Kreisel Stegrüti für den öffentlichen Verkehr freigegeben. Im Herbst 2022 soll die Umfahrungsstrasse fertiggestellt sein und der Gemeinde Wattwil die erhoffte Entlastung bringen.

Fakten zur Umfahrungsstrasse Wattwil Lieferauszug Debrunner Acifer
  • Gesamtlänge: 3354 m
  • Kosten: 124 Millionen Franken
  • 1 Tunnel 313 m
  • 8 Brücken 836 m (Gesamtlänge)
  • 2 Überführungen
  • 7 Bachdurchlässe
  • 1 Viehdurchlass
  • 1 Havarie- und Absatzbecken
  • 2 Retentionsfilterbecken
  • 1 Stapelbecken
  • 1 Ölrückhaltebecken
  • 6000 m Kanalrohre PP div. Grössen (DN 100–500 mm)
  • 5178 m Sickerrohre PP div. Grössen (DN 125–250 mm)
  • Diverse Formstücke zu Kanalrohren und Sickerrohren
  • 24'730 m Kabelschutzrohre div. Grössen (DN 100–148 mm)
  • Diverse Formstücke zu Kabelschutzrohren
  • 145 Schachtabdeckungen (diverse)

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In der Höhe und in der Tiefe gefordert

Hansjürg Fux, Polier bei der Toneatti AG

Welchen Herausforderungen standen Sie bei diesem Projekt gegenüber?

Herausfordernd waren vor allem die örtlichen Gegebenheiten, namentlich das steile Gelände sowie die Geologie. Daneben mussten wir bei der Installation von Baukranen die Hochspannungsleitungen berücksichtigen. Auch die Abtransporte des Aushubmaterials im steilen Gelände auf provisorischen Pisten forderten uns. Hinzu kommt der Bau des Kreisels «Brendi» unter Verkehr, was einerseits ein Sicherheitsrisiko bedeutete und andererseits eine durchdachte Planung, bezogen auf die temporäre Verkehrsführung, erforderte.

Was war bauseitig speziell am Projekt?

Die Arbeiten an der Umfahrungsstrasse erwiesen sich als vielseitig – von Aushubarbeiten über Kunstbauten und Hangsicherungen bis zum Leitungsbau. Speziell am Projekt waren die zwei Lehnenbrücken Brendi Nord und Brendi Süd mit je 150 bzw. 120 m Länge in steilem und deshalb schwer zugänglichem Gelände.

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Provisorische Bachumlegung.

Was bedeutet dieses Projekt für die Toneatti AG?

Die Umfahrungsstrasse ist wichtig für die Einheimischen. Wir sind stolz, bei einem so interessanten Projekt mitgewirkt und alle Herausforderungen professionell bewältigt zu haben.

Wie zufrieden sind Sie mit dem Verlauf des Projekts?

Wir hatten zum Glück bis zum heutigen Zeitpunkt keine schweren Unfälle und sind im Zeitplan, deshalb sind wir mit dem Verlauf sehr zufrieden.

Weshalb arbeiten Sie mit Debrunner Acifer zusammen? Die Zusammenarbeit dauert schon mehrere Jahre, ist unkompliziert und sehr effizient. Darüber hinaus stimmt für uns das Preis-Leistungs-Verhältnis bei Debrunner Acifer.